Saatse, ehem. orth. Kirche der Hl. und großen Märtyrerin Paraskevi zu Saatse
Saatse, endine Saatse õigeusu kirik
Eine der ältesten orth. Landkirchen in Estland,
1673 als Holzkirche errichtet (Gedenkstein am ehem. Standort ihres Altars, südl. der heutigen Kirche im Kirchgarten). Ende 18. Jh. abgebrannt und 1801 als Steinkirche wiederaufgebaut (heutiger Altarraum und Naos). 1839 (hölz. Glockenturm, nicht erh.) sowie 1884 Kirchengebäude in Richtung W erweitert, Glockenturm aus Stein. Rest. 2010 alte Ikonostase und 2015–17 Dächer.
Klassizist., verputzte Ziegelsteinkirche auf betont langem Grundriss bestehend aus einem zweigeteilten Naos, über dessen hoher Vierung eine Zwiebelkuppel mit kleinem, schmalem Tambour, polygonaler Apsis und gedrungenem zweistufigen, quadrat. W-Turm bekrönt von nadelförmigem Helm; Glockenstube mit vier großen mit Stuckdekor gerahmten rundbogigen Öffnungen. Im unteren Bereich des Turms Putzrustika, im oberen Eckpilaster und ein Traufgesims mit kräftigem Profil. In der Vierung rundbogige Fenster, über den Fenstern reliefartige Verzierungen, an der Apsis flachbogige Fenster mit geschmiedeten Gittern (1801). Im Inneren umfangreiche figurative Decken- und Wandmalereien, 1921. — Ikonostase Anf. 19. Jh. mit Ikonen (Mitte 19. Jh.). Ein wundertätiges Steinkreuz, 15. Jh. Von der Ikonostase der Vorgängerkirche barocke königl. Türen erh., Ende 17. Jh.
Unweit davon im W der unvollendete Baukörper der Kirche der estnischsprachigen orth. Peter- und Paul-Gemeinde zu Saatse (aktiv 1935–41), 1939 begonnen (Arch. Aleksander Wladovsky), Bautätigkeit im Zweiten Weltkrieg eingestellt. In der Sowjetzeit als Büro und Werkstatt genutzt. Grundriss in Form eines griech. Kreuzes, halbrunde Apsis, erb. aus massiven, grob behauenen Feld- und roten Ziegelsteinen.
Klassizist., verputzte Ziegelsteinkirche auf betont langem Grundriss bestehend aus einem zweigeteilten Naos, über dessen hoher Vierung eine Zwiebelkuppel mit kleinem, schmalem Tambour, polygonaler Apsis und gedrungenem zweistufigen, quadrat. W-Turm bekrönt von nadelförmigem Helm; Glockenstube mit vier großen mit Stuckdekor gerahmten rundbogigen Öffnungen. Im unteren Bereich des Turms Putzrustika, im oberen Eckpilaster und ein Traufgesims mit kräftigem Profil. In der Vierung rundbogige Fenster, über den Fenstern reliefartige Verzierungen, an der Apsis flachbogige Fenster mit geschmiedeten Gittern (1801). Im Inneren umfangreiche figurative Decken- und Wandmalereien, 1921. — Ikonostase Anf. 19. Jh. mit Ikonen (Mitte 19. Jh.). Ein wundertätiges Steinkreuz, 15. Jh. Von der Ikonostase der Vorgängerkirche barocke königl. Türen erh., Ende 17. Jh.
Unweit davon im W der unvollendete Baukörper der Kirche der estnischsprachigen orth. Peter- und Paul-Gemeinde zu Saatse (aktiv 1935–41), 1939 begonnen (Arch. Aleksander Wladovsky), Bautätigkeit im Zweiten Weltkrieg eingestellt. In der Sowjetzeit als Büro und Werkstatt genutzt. Grundriss in Form eines griech. Kreuzes, halbrunde Apsis, erb. aus massiven, grob behauenen Feld- und roten Ziegelsteinen.
