Mitau, Schlossanlage Mitau

Jelgava, Jelgavas pils apbūves ansamblis
Mitau, Schlossanlage Mitau / Jelgava, Jelgavas pils apbūves ansamblis, Wikimedia Commons, Foto: Edgars Šulcs 2016, CC BY-SA 4.0
Herausragendes Denkmal der Barockarchitektur. 1738–40 und 1763–72 erb. für den kurländ. Herzog 

Ernst Johann, Kurland, Herzog

(1690 - 1772)

Ėrnst Iogann Biron
Ernst Johann von Biron
Ernst Johann, von Biron
Ernst Johann von Bühren
Ernst Johann Beuren
Ernst Johann, Curland, Herzog
Ernst Johann Biron, Kurland, Herzog
Ernst Johann Biron, Reichsgraf
Ernst Johann von Biron, Liefland, Herzog
Ernst Johann Biron, Kurland, Prinz
Ivan de Biron
Iwan von Biron, Kurland, Herzog
Ernst J. Biron
Ernsts J. Bīrons
Ernst Johann von Biren

Geschlecht:
  • Mann

Geboren:
  • 1690
Gestorben:
  • 1772

Geburtsort:
  • Kalnzeem
Sterbeort:
  • Jelgava

Staatsmann; 1737-58 und 1763-69 Herzog von Kurland

(1690–1772) vom russ.-italien. Arch. Francesco Rastrelli anstelle der Burg des Livländ. Ordens (1265) und der späteren Residenz der Dynastie Kettler (2. Viertel 14. Jh., Ende 16. Jh., Mitte 17. Jh.). Einer der bedeutendsten Bauten von F. Rastrelli zusammen mit dem Sommersitz der Herzöge Schloss Rundāle / Ruhenthal. Bauarbeiten am Schloss 1740 unterbrochen wegen Birons Verbannung ins Exil. Nach Rückkehr 1763 Wiederaufnahme der Bauarbeiten, 1768 Beteiligung des Berliner Bildhauers Johann Michael Graf an der Gestaltung von Interieurs. Deckenmalereien vom italien. Maler Antonio d`Angeli und Friedrich Hartmann Barisien, dem Hofmaler des kurländ. herzogl. Hofs. Holzschnitzarbeiten von Johann Georg Bader und Joseph Slavitzek. 1788 N-Flügel mit Paradetreppe und Speisesaal teilw. ausgebrannt. Nach Eingliederung des Herzogtums Kurland in das Russ. Reich im Schloss 1795–1915 verschiedene Ämter des Gouvernements Kurland untergebracht. Während des Angriffs der französ. Armee 1812 Schloss beschädigt, 1816 N-Flügel erneut ausgebrannt. Bald danach umfangreiche Instandsetzung begonnen, 1823 abgeschlossen. Nach Entw. des Gouvernementsarch. Friedrich Schultz 1824 neue Stallungen erb. (1937 abgebrochen). 1843–45 Schloss umfassend renov.; 2. Hälfte 19. Jh. Reparaturarbeiten. Schloss 1919 komplett durch die Armee von 

Pavel M. Avalov

(1877 - 1974)

Pavel Michajlovič Avalov
P. Awaloff
Pavel M. Awaloff
Pavl Avalov
Pavl Awaloff
Pavel M. Awaloff-Bermondt
Pavel Michajlovič Bermont
Pavel Michailovič Bermondt-Avalov
Pawel Michailowitsch Bermondt-Awaloff
P. M. Bermondt-Avalov
Pavel M. Avaloff

  • Offizier
  • Generalmajor
  • Soldat
  • Politiker
  • Abenteurer
Geschlecht:
  • Mann

Geboren:
  • March 4, 1877
Gestorben:
  • January 27, 1974

Geburtsort:
  • Tiflis
Sterbeort:
  • New York, NY

1920 Kommandeur der Russischen Westarmee in Lettland

niedergebrannt. Erst 1927 Beginn des Wiederaufbaus, seit 1933 teilw. Umgestaltung der Innenräume. 1937–39 anstelle der Stallungen durch Eižens Laube ein den Innenhof abschließender zweigeschossiger W-Flügel errichtet. Nutzung durch die Lett. Akademie für Landwirtschaft (LLA). 1944 Schloss sowie die Stadt fast komplett niedergebrannt. 1955–61 wiederaufgebaut, der W-Flügel jetzt dreigeschossig. Erneut durch die LLA genutzt; heute Lett. Universität für Biowissenschaften und Technologien. Auf einer Insel zwischen Lielupe / Kurländ. Aa und deren Zufluss Driksa / Drixe gelegene, urspr. dreiflügelige Anlage um einen Ehrenhof mit Hauptachse in WO-Richtung, heute Vierflügelanlage auf rechteckigem Grundriss. Großer zweigeschossiger Steinbau auf hohem Sockelgeschoss. Breitgelagerter Hauptflügel im O mit 41 Fensterachsen, das dreigeschossige Corps de logis siebenachsig. Seitenflügel mit Durchfahrten in zentralen Risaliten, im W durch kurze quergelagerte Flügel mit Eckrisaliten, analog zu denen am Hauptflügel im O abgeschlossen. Alle Risalite mit Dreiecksfrontispiz und rundbogiger Durchbrechung des Konsolgesimses in der Mittelachse. Zum urspr. Haupteingang an der O-Seite führt eine breite Freitreppe mit gebogenen Aufgängen und Terrasse. Heute gelangt man in das Schloss über die Durchfahrt im S-Flügel. Alle Fassaden mit reich profiliertem Gesims bekrönt. In der prächtigen und dynam. Fassade heben sich auf dunkelrotem Grund helle, barocke Fenstereinfassungen ab. Darüber im Wechsel dreieckige und segmentbogige Verdachungen. Fassadengestaltung durch qualitätvolle gusseiserne Reliefs: Löwenköpfe, Voluten, von Muscheln umrahmte Frauenmasken u.a. Von der urspr. Innengestaltung erh. nur die gewölbten Flure und Vestibüle. Im Sockelgeschoss der SO-Ecke die Gruft aller kurländ. Herzöge (1569–1791) mit 21 Sarkophagen aus Stein und 9 hölz. Särgen. Die Ornamentik der geschmiedeten Gitter in den sieben Fenstern (1738) typ. für das frühe Schaffen von F. Rastrelli. Im Bereich der früheren Erdwallbefestigungen (17. Jh.) 1817 Landschaftspark angelegt, teilw. erh. Wassergräben einbezogen.

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