Katlekaln, ev. Kirche zu Katlekaln

Katlakalns, Katlakalna evaņģēliski luteriskā baznīca
Katlekaln, ev. Kirche zu Katlekaln / Katlakalns, Katlakalna evaņģēliski luteriskā baznīca, Nacionālās kultūras mantojuma pārvaldes Kultūras pieminekļu informācijas pārvaldības sistēma Mantojums, Foto: Edgars Šulcs 2022, CC BY-SA 4.0
Katlekaln, ev. Kirche zu Katlekaln / Katlakalns, Katlakalna evaņģēliski luteriskā baznīca, Nacionālās kultūras mantojuma pārvaldes Kultūras pieminekļu informācijas pārvaldības sistēma Mantojums, Foto: Edgars Šulcs 2022, CC BY-SA 4.0
Katlekaln, ev. Kirche zu Katlekaln / Katlakalns, Katlakalna evaņģēliski luteriskā baznīca, Wikimedia Commons, Foto: Normunds K 2013, CC BY-SA 4.0
Bedeutender Sakralbau des Klassizismus in Lettland, der heraussticht durch harmon. Proportionen, organ. Einbindung in die natürl. Umgebung und eine ungewöhnl. Interpretation antiker Ideen (z.B. Goldener Schnitt) sowie einzelne dekorative Barockelemente. Erb. 1791/92 durch den bekannten Rigaer Arch. Christoph Haberland. 1819 über der Sakristei kleiner Glockenturm errichtet. Kirche im Ersten Weltkrieg beschädigt. Während der sowjet. Herrschaft weiterhin Gotteshaus. Rest. 2008–16. Zentralbau aus Stein mit bekrönender Kuppel. Gliederung durch vier Risalite mit Dreiecksfrontispiz in zwei symmetr. Achsen. Auf der Querachse Risalite mit rein dekorativer Funktion; auf der Längsachse Risalite mit funktional notwendigen Räumen: im Vorraum vor dem Eingang Treppe zur Empore, im östl. Risalit hinter dem Altarbereich Sakristei mit Arbeitsraum darüber. Fassadengestaltung im sog. bürgerl. Klassizismus, einem für die Architektur in Rīga / Riga charakterist. Stil, bei dem die Prinzipien der klassizist. Architektur mit barockem Dekor verschmelzen – C. Haberland war der bekannteste Vertreter dieser Stilrichtung. Der runde Innenraum in hellen Farben gestaltet, Wände rhythm. durch weiß gestrichene Pilasterpaare mit ion. Kapitellen gegliedert. Darüber umlaufend klassisches, profiliertes Gesims. Über den Pilastern verlaufen profilierte Rippen zur Kuppel. Kirchenbänke in gebogenen Reihen um die Altarschranke herum angeordnet. — Den ideellen und architekton. Mittelpunkt bildet der Altar, der urspr. mit der Kanzel verbunden war; heutige Kanzel 1840 neben dem Altar (N) errichtet. Beiderseits des Altars Türen zur Sakristei, deren Supraporten mit den darüber befindl. Fenstern kompositor. verbunden. Altarretabel mit flankierenden, vergoldeten korinth. Säulen, dazwischen Gemälde Herr, hilf mir (um 1900). Gebälk des Altarretabels leicht gebogen. Im Fries Festons, unter dem Gesims feiner Zahnschnitt und darüber Attika mit Vasen. Das Gesims der Altarmensa stützen zwei Konsolen, die Vorderseite mit einem Kreuz und Feston. Auch an der Kanzel mehrere vergoldete Details. Über dem Haupteingang Empore mit einem schlichten dreiteiligen Orgelprospekt, Orgel (1871, August Martin); Kirchenglocke (1912, Werkstatt J. C. Schwenn, Rīga).

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